Projekttag des InTec Kurses Klasse 8 bei Schmitz Cargobull

Projekttag des InTec Kurses Klasse 8 bei Schmitz Cargobull

GOETHE-GYMNASIUM Feb. 2019 Wie im schon im letzten Jahr konnten 14 Schüler bzw. Schülerinnen des InTec-Kurses (InTec - Informatik und Technik) einen interessanten Projekttag mit Ausbildern und Auszubildenden bei der Firma Schmitz Cargobull AG in Altenberge verbringen. Ermöglicht und vermittelt wurde diese Zusammenarbeit durch das ZDI.

Neben einen Einblick in den Betrieb und Fertigungsabläufe hatten die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, in der Lehrwerkstatt Grundlagen der Metallverarbeitung kennenzulernen.

 

Unterwiesen und unterstützt wurden sie dabei von den Auszubildenden und Ausbildern.  Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Steinriede wurde gefeilt, gekörnt, gebohrt, gebogen, wurden Gewinde geschnitten und zum Schluss alles zu einem Handyhalter montiert.

Wir danken an dieser Stelle dem Ausbilder Manfred Sestendrup mit den drei Auszubildenden aus dem 2. Ausbildungsjahr zum Industriemechaniker (Matthias Lohmöller, Marvin Machnik und  Marvin Tenbrock) sowie dem Leiter der gewerblichen Ausbildung, Markus Deiters, die diesen Tag gut organisiert haben und sehr informativ und motivierend gestalteten.

Berichte der Schülerinnen und Schüler:
(Jakob Ahlers, Madleine Beckmann, Sarah Breulmann, Meschrun Delen, Erdem Devici, Ole Gößling, Max Haverkamp, Pia Lunemann, Emilie Menger, Luca Plumpe, Til Sander, Nina Sel, Erik Tuigunov, Jahannes Vogel)

Ein Tag bei Schmitz Cargobull
Am Anfang des Tages sind wir mit dem Bus nach Altenberge gefahren. Dort angekommen, wurden wir freundlich von den Auszubildenden und Ausbildern begrüßt. Dann versammelten wir uns in einem Aufenthaltsraum und stellten uns vor. Daraufhin wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die erste Gruppe ging als erstes durch den ganzen Betrieb, während die zweite Gruppe an einem Handyhalter arbeitete. Um ca. 12 Uhr hatten wir Mittagspause mit frischem Brötchen und Wasser sowie auch Kaffee. Wir konnten die Pause kaum abwarten, da wir unbedingt weiter bauen wollten. Danach haben wir weiter an den Handyhalter gearbeitet. Am Ende haben wir einen Elefanten aus Metall zum Biegen bekommen, daraufhin haben wir noch Bilder gemacht und uns verabschiedet. Es war es ein schöner Tag bei Schmitz Cargobull

In der Werkstatt - Herstellung eines klappbaren Handyhalters
Bevor wir anfangen konnten, mussten alle Mädchen sich die Haare zusammenbinden. Jeder musste seine Ärmel hochkrempeln und seine Armbänder ablegen. Die, die man nicht abtun konnte, mussten wir mit Tape abkleben. Außerdem musste jeder an seinem Platz eine Schutzbrille parat haben.
Dann konnten wir anfangen, auf den Metallplatten die Punkte anzuzeichnen, um diese dann zu körnen. Danach bohrten wir die vorgekörnten Punkte und entgrateten sie. Nachdem wir die Kanten rundgefeilt hatten, schnitten wir die Gewinde zurecht. Die Azubis zeigten uns, wie wir die Metallplatten anreißen mussten, um sie dann nachher zurecht zu schneiden. Nun konnten wir die zurecht geschnittenen Platten biegen. Zum Schluss mussten wir nur noch alles zusammen schrauben.

Betriebsbesichtigung:
Riesige Maschinen, Roboterautos, gigantische Stahlträger und 6000kg starke Kräne. All das sieht man, wenn man durch die Fertigungshallen von Schmitz Cargobull in Altenberge läuft.  Auf 55.000m² Produktionsfläche werden im Jahr ca. 47.000 Auflieger produziert. Pro Tag werden 200 Auflieger in einer Taktfrequenz von 5,5 Minuten produziert. Kaum vorstellbar, dass ein solches Werk aus einer kleinen Schmiede im Dorfkern von Altenberge entstanden ist. Gegründet wurde diese Schmiede 1892 und wurde dann 1980 in das Gewerbegebiet umgesiedel.

Das Rolliercenter
Im Rolliercenter werden die Stahlträger für das Cassie hergestellt. Sie werden seit einiger Zeit gebogen, da die Biegstelle länger hält und nicht auseinanderbrechen. Die „alte“ Vorgehensweise, das Schweißen, wird nicht mehr genutzt, da es teurer und instabiler ist. Außerdem werden hier viele Löcher in den Stahlträger mit einem Laser hineingebrannt, damit alle Möglichkeiten an Aufbauten offenstehen, jedoch werden niemals alle Löcher genutzt. Danach wird alles verladen und in ein Zinkwerk nach Gelsenkirchen gebracht und verzinkt. Nach einiger Zeit werden die verzinkten Z-Module wieder nach Altenberge in die Fertigungshallen gebracht.

Die Langträger bei Schmitz Cargobull
Die Langträger werden bei Schmitz Cargobull nicht selber produziert, weil es ein zu großer Aufwand ist, es selber zu produzieren. Doch die Langträger werden von Schmitz geformt. Schmitz Cargobull formt die Langträger mit mehreren Maschinen, die mit hohen Druck arbeiten.

Die Geschichte der Maschine für die Schrauben der Achse:
Früher war es so, dass man seine Schrauben bei Schmitz Cargobull selber konfigurierte, das heißt die Anzahl der Schrauben der Felgen, den Radius der Schrauben, Schraubengröße, etc. bestimmte.  Die Wünsche mancher Kunden mit den selbstkonfigurierten Schrauben für die Achsen ließen sich jedoch nicht immer umsetzen oder waren nicht wirtschaftlich. Aus diesem Grund haben sich die Vorstandsmitglieder darauf geeinigt ein Verfahren zu entwickeln, das die Schrauben der Felgen fest an die ideale Stelle der Achse setzt, was stabile und gleichzeitig lange Lebensdauer verspricht. Dies garantiert den Kunden  hier die beste Qualität auf den momentanen Markt zu liefern. Dieses Verfahren klappte dann nach sehr vielen kleinen und oft auch großen Tests so gut, dass Schmitz Cargobull sich dazu entschied nur noch mit diesem Verfahren zu arbeiten. Bis heute benutzen sie schon dieses Verfahren und haben ihre Maschinen immer weiterentwickelt, sodass die Maschine weiß, wie fest sie die Schraube zu drehen hat um noch höhere Sicherheit für Kunden zu garantieren. Dies ist auch einer der Gründe die Schmitz Cargobull heute zu einem der besten Achsenhersteller der Welt machen.